Kreisgruppe auf Tour in London

In jedem Jahr organisiert die Kreisgruppe neben anderen Aktivitäten im Laufe des Jahres auch je eine Tagesfahrt und eine Kurzreise. Diesmal waren Wiesbaden und London an der Reihe. Die Tagesfahrt in die Hauptstadt Hessens Ende Juni verlangte Durchhaltevermögen wegen der hohen Außentemperatur, verlief aber trotzdem zufriedenstellend, da die Stadtführer viel Interessantes über die Stadt, ihre Geschichte und Architektur berichten konnten.

Einen Monat später machten sich 52 Mitglieder der Kreisgruppe auf, London zu erkunden. Fünf Tage waren wir unterwegs, von denen zwei auf die Fahrt entfielen, also blieben für die Millionenstadt gerade mal drei Tage übrig, nicht viel, um eine so große Stadt kennenzulernen. Was man aber in dieser relativ kurzen Zeit dank des ausgezeichneten Fahrers und auch des Stadtführers sehen und erleben konnte, ist beeindruckend. Obwohl das Hotel nicht in der Stadtmitte lag (wie üblich bei solchen Kurzreisen), klappten die Stadtrundfahrten und auch das Durchlaufen prima. Die bekannten Bauten der verschiedenen Stadtteile, ob nun alt oder neu, lassen sich sehr gut besichtigen, wenn man in einem modernen Doppeldeckerbus sitzt. Das Gewimmel an Autos und anderen Verkehrsmitteln, die Menschenmengen an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten haben eine andere Dimension, als man sie aus kleineren Ortschaften kennt. Ob nun von einer Themsebrücke gesehen oder von einem größeren Platz aus, bekommt man doch viel von der Stadt mit. Wenn uns der Bus gegen Abend nicht mehr zur Verfügung stand, um uns zum Hotel zu bringen, durften wir den öffentlichen Verkehr erleben. Das war für unsere Gruppe leichter, als für unseren immer bereiten Vorsitzenden Hans Rampelt, der sich erkundigte, von wo aus mit welchen Bahnen und zu welchen Preisen die Fahrt zu haben ist. Auf diese Weise konnten wir auch einige der weitläufigen Bahnhöfe mit den unzähligen Gleisen erleben.

Ein besonderes Ereignis war der Besuch des Schlosses Windsor, das 35 km außerhalb Londons liegt. Der Eintritt ist erst nach längerem Warten, zu dem auch die Röntgen-Kontrolle (wie an Flughäfen) gehört, möglich. Da es das größte Schloss ist, das besucht werden kann und von Menschenmassen durchlaufen wird, erfordert die Besichtigung viel Rücksicht und Verständnis, was aber den Genuss kaum schmälert. Weniger erfreulich die Tatsache, dass im Minutentakt die Flugzeuge über das Schloss fliegen, da es nahe am Flughafen Heathrow liegt. Ob die Queen sich inzwischen an den Fluglärm über ihrem Anwesen gewöhnt hat, konnte uns niemand verraten.

Bei einem Kurzaufenthalt am Kensington-Park entstand unser Gruppenfoto, auf den Treppen des Albert Memorials. Dieses Denkmal ließ Königin Viktoria 1876 zur Erinnerung an ihren früh verstorbenen Gemahl Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha (1819-1861) errichten. Es ist ein außergewöhnliches Denkmal, sowohl von der Größe her, als auch durch die Vielfalt der dargestellten Figurengruppen.

Ortwin Götz

Foto: Ortwin Götz